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"Tantalos" im Museum Küppersmühle Duisburg

Im bundesweiten Wettbewerb Jugend interpretiert Kunst des MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst in Duisburg (Organisation und künstlerische Konzeption: Stiftung für Kunst und Kultur e. V. Bonn) konnte mit neunzehn anderen Schulen die letztjährige 10d des Von-Müller-Gymnasium teilnehmen und im Februar dieses Jahr wiederum zur Preisverleihung fahren.
Einen Tag lang besuchten die SchülerInnen letztes Jahr zusammen mit Maresa Müller und Siegfried Wilhelm unter museumspädagogischer Leitung die verschiedenen Ausstellungsräume und sammelten Ideen für ein eigenes Kunstprojekt. Heraus kam ein begehbares Werk mit dem Titel „Tantalos“ - komponiert aus einer imaginären Wüstenlandschaft, vom Großen zum Kleinen gehenden Lebens- und Genussmitteln aus glasierten Ton, sowie einer zentralen Hungerfigur. Holz, Aluminiumplatten, Styropor, Karton, Pergamentpapier, steriler Filtersand, Zeitung, Tapetenkleister, Acrylfarben, Lack, Ton, Glasuren, Heißkleber, Alufolie, Draht, steriles Sägemehl, Holzleim…für unsere fünfundvierzigminütige Kunststunde in der Woche hieß dies fast production. Wir waren froh, dass wir uns zumindest um den Transport nicht kümmern mussten, denn das erledigte professionell die Firma Hasenkamp.
Zu Beginn unserer letztjährigen Museumsführung mit Sabine Falkenbach besprachen wir die Skulptur Prometheus von Markus Lüpertz, die uns inhaltlich, formal und in der Technik sehr angesprochen hat. Hinzu kommt, dass wir in der Zeit zur Lüpertz-Ausstellung im Juni das MKM besuchten und davon natürlich stark eingenommen wurden. Der Rückgriff auf die Antike inspirierte uns für das Projekt die sprichwörtlich gewordenen Tantalusqualen aufzugreifen und diese auf das Heute zu übertragen. Mit den Flüchtlingswellen der letzten Jahre sind diese vielen Menschen wiederfahren, die wiederum von unserer Wohlstandskultur zwar umgeben sind, sich aber außerhalb ihrer Reichweite befinden. Auch Anselm Kiefer hat uns mit seinen Bildkompositionen, oftmals ein sich dynamisch steigernder Aufbau bis zum Horizont und mit seiner Vermischung einfacher Materialien wie Sand oder Holzmehl mit Farbe beeinflusst. Ein „Waste Land“, das durch T.S. Eliot zur Metapher der verödeten chaotischen Moderne wurde, wird bei uns dynamisch von links unten bzw. vorne bis rechts oben von farbstarken Nahrungsmitteln unserer multikulturellen Gesellschaft wie mit einem Füllhorn überzogen und unterstreicht die bestehende Kluft zur hungernden Figur. Kunst soll unserer Meinung nach das, was mit Worten nur schlecht erklärbar ist, darstellen und zum Ausdruck bringen sowie beim Betrachter Fragen aufwerfen. Darum machten wir unser Werk begehbar, damit der Besucher Zugang findet bzw. sich in die Fragestellung integrieren und teilhaben kann. 
Auf der Rückfahrt der zweitägigen Kunstfahrt, die auch dieses Jahr wieder hervorragend durch das Unternehmen Faerber wie am Schnürchen verlief, wurde natürlich wieder ein Abstecher gemacht - diesmal nach Frankfurt a. M., wahlweise ins Städelmuseum oder rein nach „Mainhattan“ …als Ausklang dieses eindrucksvollen Projektes.


Maresa Müller

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